logo caritas

„Hier im ehemaligen tegut-Gebäude haben wir für unsere Außenstelle eine verträgliche Lösung gefunden – zentral gelegen mit barrierefreiem Zugang, Parkmöglichkeiten und hellen Räumen", hob Emil Müller als Vorsitzender des Kreiscaritasverbandes Bad Kissingen bei der offiziellen Eröffnung hervor. Der kleine Festakt mit kirchlicher Segnung war mit einem „Tag der offenen Tür" verbunden. Viele Gäste nutzten diese Möglichkeit, um Einblicke in die Sozialstation zu gewinnen.

Bisher war die Außenstelle, die 2003 entstanden war, im Pfarrhaus untergebracht. Da dieses generalsaniert wird und wieder seinem eigentlichen Zweck als Wohnung für Pfarrer Norbert Reinwand zugeführt wird, musste ein neues Domizil gefunden werden. „Wir danken vor allem unserem Betreuungsteam, das sich bei der Suche engagierte. Mit der Lösung sind wir sehr zufrieden", betonte Müller.  Er erinnerte, dass die häusliche Krankenpflege zu den urchristlichen Aufgaben, die bis in die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts von Ordensschwestern mitgetragen wurde, zählt. Nach Auflösung der Schwesternstationen richtete der Caritasverband Sozialstationen wie 1974 mit St. Marien in Bad Kissingen ein. „Zunehmender Bedarf  in den Dörfern mit weiten Wegen und langen Fahrzeiten führten zur Gründung von Außenstellen", blickte Müller auf die Entwicklung zurück.

2003 entstand die Sozialstation Oerlenbach, die von Beginn an bis heute Margit Geiger leitet.  „Unser Betreuungsgebiet umfasst die Großgemeinde Oerlenbach sowie Nachbarorte wie Euerdorf, Sulzthal, Ramsthal, Wirmthal und Aura. 24 Mitarbeiter in verschiedenen Zeitmodellen kümmern sich um 140 Patienten", informierte Müller zur aktuellen Arbeit in der Außenstelle. Die Pflegedienste insgesamt leite Christine Unsleber, die ebenso mit dabei war wie der neue Geschäftsführer Ludwig Sauer.

„Wir sind sehr froh, dass Sie den Standort Oerlenbach nicht aufgegeben haben. Für unsere Bürger ist es großes Glück, ambulante Hilfe im gewohnten häuslichen Umfeld zu bekommen; denn jeder möchte so lange wie möglich in seiner Umgebung leben", hob Bürgermeister Franz Kuhn hervor. Örtliche Versorgung pflegebedürftiger Mitmenschen sei allen sehr wichtig. Noch würden viele Ältere und Kranke von Familie und Nachbarn unterstützt. Diese Hilfen nehmen angesichts des demografischen Wandels und beruflicher Umstände ab. „Hier setzt die Caritas an. Die Station bietet ihre Dienste dort an, wo sich die Menschen am wohlsten fühlen, nämlich zu Hause gemäß dem Wort Goethes: hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein." Neben Blumen übergab Kuhn einen Scheck für die Ausstattung der Außenstelle.

„Die Sozialstation erfüllt uns mit Freude und Dank. Sie ist uns ein Herzensanliegen; denn der Mensch  steht bei der Caritas im Mittelpunkt, wie es auch Papst Franziskus immer wieder verdeutlicht", wertete Pfarrer Norbert Reinwand, der zusammen mit Diakon Michael Schlereth die Räumlichkeiten weihte und in Lied, Gebet, Schriftlesung und Fürbitten Gottes Segen erbat. Viel Raum blieb für Gespräche mit den Mitarbeitern/innen, um sich einfach kennen zu lernen und über Pflegeleistungen und Angebote zu informieren.

Text: Stefan Geiger, Oerlenbach, im Auftrag für die Caritas

­