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Pflege ist „Job“ rund um die Uhr, bei dem sich Angehörige leicht selbst vergessen. Der erkrankte Mensch steht immer im Mittelpunkt, was häufig zu Konflikten in der Familie, im zwischenmenschlichen Bereich und im Alltag führt.Diesem Thema hat sich bereits vor knapp 15 Jahren der Kreiscaritasverband Bad Kissingen mit dem Angebot der „Fachstelle für pflegende Angehörige“ angenommen.

Ein Teil der neutralen, kostenlosen und auch trägerübergreifenden Arbeit entfällt auf die persönliche Beratung im Einzelfall. Dies überwiegend in psychosozialer Hinsicht, um die Betroffenen in ihrer Rolle als pflegende Angehörige durch Gespräche zu begleiten, zu stärken und zu unterstützen. Anlässe sind auch die permanente Überforderung, schwierige Beziehungsgeflechte innerhalb der Familien, finanzielle Sorgen und schwierige Verhaltensweisen der Pflegebedürftigen. Im Rahmen von 482 Beratungskontakten suchten im Vorjahr 152 pflegende Angehörige, zum Teil mit mehreren Familienmitgliedern die Beratungsstelle auf. Beratungskontakte sind in telefonischer Form, persönlich in den Räumlichkeiten des Caritasverbandes oder dessen Außenstellen möglich. Durch die zum Teil fehlende Infrastruktur im ländlichen Bereich besteht die Möglichkeit, Hausbesuche vor Ort durch zu führen.

Ein weiteres Angebot sind die monatlichen Treffen für pflegende Angehörige im katholischen Pfarrheim in Burkardroth und im katholischen Pfarrheim in Nüdlingen. Hier treffen sich „Gleichgesinnte“ zum Gespräch oder zur Geselligkeit. Fachlich begleitet wird die Angehörigengruppe Burkardroth von der Caritas- Fachstelle. Diese findet jeweils Dienstags, einmal monatlich statt. Fachliche Begleitung des Angehörigenstammtisch Nüdlingen durch die Caritas- Sozialstation St. Veronika Münnerstadt. Jeweils am Donnerstag, einmal im Monat. Die Termine können aus der regionalen Presse  oder auf Anfrage telefonisch erteilt werden.

Auch gehört die Vermittlung unterstützender Dienste, z.B. des Helferkreis „Aktion Pflegepartner“ zur Angebotspalette. Im Gegensatz zu sozialen Dienstleistungsstellen bietet dieser Helferkreis keine professionelle Pflege an. Die Aufgaben der geschulten Laienhelfer sind vor allem, zuhören, Gespräche führen, Nähe schenken und einfach da zu sein um Sicherheit zu geben. Im Jahr 2013 verschenkten die Helfer/ Innen knapp 600 Stunden Ihrer Zeit für pflegende Angehörige und Alleinstehende. Gegen eine kleine Kostenpauschale, die in den meisten Fällen von der Pflegekasse übernommen werden, kommen geschulte Helfer in die Häuslichkeit, um die Angehörigen stundenweise zu entlasten.

Möglichkeiten zur Information bietet die Caritas- Fachstelle für pflegende Angehörige in Form von offenen Veranstaltungen oder Schulungsreihen für Angehörige und Interessierte an. Für Rückfragen und weitere Informationen steht Ihnen die Caritas- Fachstelle für pflegende Angehörige, Daniela Wehner, unter der Rufnummer 0971/ 7246- 91 13 gerne zur Verfügung.

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