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Demenz – 40 Interessierte folgten der Einladung des Pfarrgemeinderats von Wildflecken zu einem Informationsnachmittag über den „Umgang mit Demenz- Kranken“ im Kirchenzentrum. Für diese Pfarreiveranstaltung konnte Christina Szczesniak von der Caritas-Sozialstation als Referentin gewonnen werden. Sie arbeitet dort im ambulanten Pflegedienst.

Als Einstieg wählte sie eine Bildbetrachtung. Eine Hand eines pflegebedürftigen alten Menschen, die sich Hilfe suchend in die Hand eines pflegenden Angehörigen legt. Etwa 1,4 Millionen Menschen sind an Demenz erkrankt. Besonders in der Altersgruppe über 60 Jahren ist sie die häufigste Ursache der Pflegebedürftigkeit. Nach einer Begriffsdefinition Von Demenz schilderte die Referentin die Verleugnungsstrategien der an Demenz erkrankten Menschen und erklärte die kognitiven, psychischen und körperlichen Symptome. Folgend führte Sczesniak auch die Erscheinungsformen der Hirnerkrankung aus, beispielsweise die vaskuläre Demenz und Alzheimer. Nach dieser sehr informativen und bereits tiefgehenden Einführung gab die Referentin einige Empfehlungen für Verhaltensregeln im Umgang mit Demenzkranken. Über allem steht der respektvolle und freundlich bestimmte Umgang mit den alten Menschen, der auch von Geduld geprägt sein muss. An Demenz erkrankte Pflegebedürftige wollen als Erwachsene behandelt werden. Grundlegende Kommunikations- und Umgangsform ist die Gesprächshaltung der Validation. Diese meint den pflegebedürftigen alten Menschen wertzuschätzen, zu akzeptieren und anzunehmen. Deshalb ist eine für einen an Demenz Erkrankten schlimmste Verhaltensweise, ihn zurechtzuweisen, ergänzte Pfarrgemeinderat Bodo Wachsmann. Abschließend ging Christina Szczesniak noch auf therapeutische Gegenmaßnahmen ein.

Artikel: Saale Zeitung

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