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Rund 850 Wallfahrer aus Fulda, Baunatal bei Kassel und dem thüringischen Eichsfeld machen wieder inHammelburg Station. Joseph Diegelmann übernachtet dabei seit 35 Jahren immer in der Sozialstation.

Die Walldürn-Wallfahrer erreichen auf ihrem 140 Kilometer langen Marsch wie jedes Jahr Hammelburg als Etappenziel. Unter den vielen Gastgebern aus der Stadt, die auf ihre Übernachtungsgäste warten, sind auch der ehemalige Leiter der Caritas-Sozialstation, Alfred Dillinger, und die Pflegedienstleiterin Larissa Bitschinski-Stein. „Wir haben immer elf Gäste“, weist Dillinger auf die Bettenkapazität in der Station hin. Pfarrer Thomas Eschenbacher holt die gläubigen Wanderer aber zunächst zur Andacht in der Stadtpfarrkirche ab. Nicht enden will der lange Menschenstrom, der sich durch die Bahnhofstraße und am Marktplatz vorbei Richtung Kirchengebäude seinen Weg bahnt. Der treueste Stammgast unter den Wallfahrern ist Joseph Diegelmann aus Fulda. „Seit 35 Jahren finde ich bei Alfred und Ingrid Dillinger eine herzliche Aufnahme“, dankt Diegelmann mit einer Urkunde. „Ich werde in Zukunft diese Aufgabe übernehmen, wenn Alfred Dillinger in Rente ist“, verspricht Bitschinski-Stein. „Ihr habt euch immer viel Arbeit für uns Wallfahrer gemacht“, sagt Diegelmann.Mittlerweile seien dicke Freundschaften entstanden, die auch das gesamte Jahr über gepflegt werden. Wallfahrerin Judith Klienek-Ettinger schließt sich dem an: „Ich bin überwältigt und sehr froh, dass ich seit elf Jahren hier zu Gast sein darf.“ Sie fügt hinzu: „Es ist wunderbar, dass es die Dillingers gibt.“ „Ich bin seit 15 Jahren dankbarer Gast in der Sozialstation“, erklärt Wallfahrer Winfried Weber aus der Rhön bei Fulda. „Ich habe hier langjährige Freundschaften. “Unentgeltlicher Gastgeber ist wie seit vielen Jahren auch wieder das Gasthaus „Zum Hirschen“. Es öffnet sich am Sonntagabend vorübergehend für die Wallfahrer, damit die Gläubigen dort übernachten können. Allzu lange währt die Nacht jedoch nicht. Denn schon um 5 Uhr morgens macht sich der Tross am nächsten Tag auf den Fußweg nach Gauaschach, wo ein weiterer Teil der Wallfahrer sein

Nachtquartier gefunden hat. Danach geht es weiter Richtung Walldürn. Sanitäter Herbert Alt, seit 46 Jahren Begleiter der Wallfahrt, hat bis auf einige Blasenpflaster bisher nicht viel zu tun gehabt. „Die meisten Teilnehmer üben einige Wochen zuvor mit langen Spaziergängen daheim für die Wallfahrt“, hat er in Erfahrung gebracht.

Quelle: Saale Zeitung

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