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Sie unterstützen die Caritas durch Ihr ehrenamtliches Engagement oder Ihre Spende und sind damit eine tragende 
Säule unseres Einsatzes für Menschen in Not und für eine solidarische Gesellschaft. Sie fragen sich in diesen Tagen
vielleicht: Wie passt das Nein der Caritas zum ver.di-Tarifvertrag Altenpflege zu dieser christlichen Organisation, die
für Nächstenliebe steht? Gerade in der Pandemie, in der Pflegekräfte so viel leisten!

Fakt ist

Wir engagieren uns seit Jahren dafür,

dass Bezahlung und Arbeitsbedingungen

in der Pflege besser werden 

– nicht nur bei der Caritas!

Wir möchten Ihnen unsere Perspektive erklären und
die Punkte erläutern, die falsch dargestellt werden
und zu einem Zerrbild der Caritas führen.

Der Gesetzgeber verlangt, dass die Arbeitsrechtliche
Kommission der Caritas zustimmen
muss, damit ein Tarifvertrag in der Altenpflege
für allgemeinverbindlich erklärt werden kann.
In dem Gremium gab es die Sorge, dass dieser
Tarifvertrag die guten Löhne und Arbeitsbedingungen
bei der Caritas infrage stellt.
Das wäre der Fall, wenn sich die Pflegekassen
bei der Refinanzierung auf diesen niedrigen Standardtarif
beziehen würden. Die Caritas beschäftigt
in der Altenpflege 170.000 Menschen und wir
wollen, dass sie weiterhin fair entlohnt werden.

Der ver.di-Tarifvertrag Altenpflege legt Minimal-Standards bei Bezahlung und
Arbeitsbedingungen in der Altenpflege fest – keine Überstundenregelungen,
keine betriebliche Altersvorsorge, keine Zuschläge für Nacht- oder Sonntagsarbeit …
Warum müssten sich Pflegekräfte damit zufriedengeben? Die hohen Standards
der Caritas sollen für alle Pflegekräfte in Deutschland gelten! Bei uns wird
übrigens nicht unterschieden zwischen Pflegekräften in der Altenhilfe und im Krankenhaus

– alle werden gleich vergütet.

 

Wir wollen eine gesetzliche Tarifbindung

Das heißt: Nur wer nach Tarifvertrag
bezahlt, darf Pflegeleistungen anbieten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte eine solche Regelung angekündigt.
Sein aktueller Gesetzentwurf enthält dazu aber nur eine unbefriedigende Lösung:
Wir kämpfen dafür, dass eine gesetzliche Tarifbindung für Einrichtungen
der Altenhilfe kommt, die ihren Namen verdient.

Wir fordern: Auch private Arbeitgeber, die bisher
schlecht zahlen, müssen sich zukünftig an Tarifverträge
halten. Und damit meinen wir selbstverständlich
nicht billige Haustarife.

Wir setzen uns auch für eine umfassende Reform der Pflege ein: Es geht um
die Finanzierung der Pflegeversicherung, gute Pflegeausbildung, Anerkennung der
Leistung von pflegenden Angehörigen, gute Arbeitsbedingungen in der Pflege –
auch für ausländische Pflegekräfte im Privathaushalt …
Ein sehr wichtiges Ziel: Pflegebedürftigkeit darf kein Armutsrisiko sein! Wir
setzen uns seit Jahren für eine sozialverträgliche Deckelung der Kosten für die
Pflegebedürftigen ein und werden weiter darum kämpfen.

Auch wenn Sie die Entscheidung zum ver.di-Tarifvertrag Altenpflege irritiert hat:

  • Seien Sie versichert, dass Pflegekräfte der Caritas wichtig sind und wir uns weiterhin
    für sie einsetzen.
  • Ihre Caritas bleibt die, die Sie kennen:
    Sie betreut, pflegt, berät, unterstützt und begleitet, in Deutschland und im Ausland;
    sie engagiert sich für eine solidarische Gesellschaft und setzt sich für die Schwächsten ein.

#DasMachenWirGemeinsam

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