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Bei der Visite von Bischof Friedhelm beim Kreiscaritasverband Bad Kissingen gaben die Verantwortlichen um Vorsitzenden Emil Müller und Geschäftsführer Ludwig Sauer einen Einblick in die Veränderungen der vergangenen Jahre. Nach den schwierigen Jahren 2010 und 2011 sei die Konsolidierung des Verbandes gelungen.

Rund 240 Mitarbeiter, davon 200 Pflegekräfte, arbeiten heute für den Caritasverband Bad Kissingen.
Der Verband betreibt Sozialstationen für ambulante Pflege in Bad Kissingen, Bad Brückenau, Burkardroth, Hammelburg, Münnerstadt und Oerlenbach. Insgesamt werden aktuell 740 Patienten durch die Sozialstationen betreut. Unterstützt wird die Arbeit des Caritasverbandes durch insgesamt etwa 150 Ehrenamtlichen, auch wenn es zunehmend schwerer werde, Menschen für ein ehrenamtliches Engagement zu finden.
Müller betonte auch, dass die Caritas zum Beispiel mit ihren Sozialstationen vieles leiste, was privatwirtschaftliche Pflegedienste als unrentabel ablehnten. „Caritas ist unersetzbar", attestierte Bischof Hofmann. Das wurde auch durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen Erziehungs- und allgemeine Sozialberatung anhand typischer Fälle betont. Ursula Hartmann von der Flüchtlingsberatung zeigte sich erfreut über die vielen ehrenamtlichen Initiativen, die sich bei der Betreuung der derzeit rund 650 Asylbewerber im Landkreis Bad Kissingen einsetzten.

Anschließend machte Bischof Hofmann einen Zwischenstopp im Kramlädchen, dem Sozialkaufhaus der Caritas. 24 Ehrenamtliche organisieren dort den Verkauf gebrauchter Kleidung, Haushaltsgegenstände und Kleinmöbel zum symbolischen Preis. Dieses Angebot ist eine wichtige Anlaufstelle für Bedürftige und bringt dem Kreiscaritasverband nach eigenen Angaben zusätzliche Einnahmen, die für andere Projekte eingesetzt werden können.

Abschluss des Tages war ein gemeinsames Abendessen des Bischofs mit den Flüchtlingen in der Gemeinschaftsunterkunft in Ebenhausen, das vom ehrenamtlichen Freundeskreis der Einrichtung organisiert wurde. Der Bischof ließ sich zuvor von den vielen jungen Familien die oft tragischen Hintergründe ihrer Flucht aus ihren Heimatländern erzählen. Stellvertretend für viele berichtete ein Mann, der mit seiner Frau aus dem Bürgerkrieg in der Ukraine geflüchtet war. Das Kind kam vor wenigen Wochen in Deutschland zur Welt: „Das wichtigste für uns ist, dass wir hier in Sicherheit sind. Wir sind sehr dankbar dafür, dass es Menschen gibt, die hier auf uns zugehen."

Text: Ludwig Sauer, Geschäftsführung

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